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Aktuelles aus dem Schulalltag

Auf digitalen Wegen

Unsere Gesellschaft befindet sich schon seit Jahren in einem wirtschaftlichen und sozialen digitalen Wandel. Dass sich die Schulen dementsprechend anpassen würden, war nur eine Frage der Zeit. Ausgerechnet die „Corona-Krise“ hat jetzt diesen Prozess beschleunigt. Viele KollegInnen der Hardenstein-Gesamtschule sind nun im Homeoffice kreativ geworden und nutzen die Vorteile von Internet & Co umso mehr.

Die Vielfalt an Systemen und Programmen ist beeindruckend. So wird zum Beispiel Lernmaterial auf Plattformen wie Nextcloud bereitgestellt. Zudem gibt es das Kursmanagementsystem Moodle, dessen mannigfaltige Tools abwechslungsreiche Aufgabenformate ermöglicht. Die KollegInnen können auf diese Weise mit Erklärvideos, einer Pinnwand, dem Erstellen eigener Bücher oder dem Gestalten von Comics die Schülerschaft motivieren und einen Lernerfolg erzielen. Auch regelmäßige Videokonferenzen finden statt und die SchülerInnen können sogar knifflige Rätsel in virtuellen Escape Rooms lösen (s. Bild).
Screenshot_1Zu den digitalen Pionieren unserer Schule gehört Charly Tekülve, die einige solcher Escape Rooms selbst kreiert. „Nach einem Austausch mit einigen Schülerinnen und Schülern wurde deutlich, dass ihnen zurzeit viel durch den Kopf geht. Die aktuelle Situation – die lange Zeit zuhause - spielt Sorgen und Zukunftsängsten in die Karten. Daher war mir schnell klar, dass ich ihnen gern die Möglichkeit geben möchte, für einige Zeit aus dem Gedankenkarussell auszusteigen“, sagt die Deutsch- und Englischlehrerin. Die Escape Rooms seien thematisch an die aktuelle Unterrichtsreihe angelehnt. Jedoch gehe es nicht nur um die Auseinandersetzung mit dem Stoff, vielmehr soll der Escape Room den SchülerInnen Abwechslung bieten und ihnen trotz der aktuellen Situation die Möglichkeit eröffnen, im Team zu arbeiten. So können sie sich über Skype oder das Telefon verbinden und gemeinsam rätseln. „Trotzdem fehlt zurzeit am meisten der persönliche Kontakt“, führt sie weiter aus, „den können auch Video- oder Telefonkonferenzen auf Dauer nicht ersetzen. Die Schülerinnen und Schüler verbringen viel Zeit ihres Alltags in der Schule – hier haben sie viele ihrer Freunde. Das fehlt natürlich ... und uns Lehrern und Lehrerinnen fehlen die Schülerinnen und Schüler auch.“ Auch wenn wir zurzeit auf den gewohnten Präsenzunterricht verzichten müssen, ergeben sich durch die aktuelle Situation doch auch einige Möglichkeiten, um weiterhin erfolgreich zu lernen. Neue digitale Methoden, wie etwa das Gestalten eigener Lernvideos, das Erstellen einer Präsentation oder das Spielen von Vokabelspielen eröffnen verschiedene Wege zu lernen. „Diese erarbeiteten Methoden sollten nicht vergessen werden, wenn der normale Schulbetrieb wiederbeginnt. Ideal wäre es doch, wenn man das digitale Lernen mit dem Präsenzunterricht enger verzahnt“, befürwortet die Pädagogin die bisher erlangten Erfahrungen und Erkenntnisse. Homeschooling wird keine Dauerlösung sein, es liefert aber schon einen Vorgeschmack darauf, wie es in der Zukunft aussehen könnte.

Die Verbesserung der digitalen Infrastruktur in NRW verlief bisher nur schleppend, doch jetzt ist endlich Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Neben diversen Programmen der Landesregierung, die seit 2017 stärker in die Schulen investiert, wurde im Jahre 2019 der Digitalpakt unterzeichnet. Damit stehen den Schulen bis 2024 zusätzlich über 1 Milliarde Euro für eine bessere digitale Ausstattung zur Verfügung.


 

Homeschooling-Philosophieunterricht in Zeiten von Corona

Im Rahmen der Unterrichtsreihe "Staatsphilosophie" in der Q1 haben sich die Schüler*innen damit auseinandergesetzt, inwiefern die Einschränkungen des Staates in Zeiten der Corona Pandemie uns als einzelne Individuen beeinflussen und was unser jetziges Handeln auch aus philosophischer Perspektive prägt.
Hier ein Ergebnis in Form einen Corona-Poetrys von Melanie Arnold...

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